Frau Dr. Jablonka erhielt im Oktober 2025 eine Förderung in Höhe von € 90.000,00 für ihre Forschung zur „Modifikation der Hilfsuntereinheit a252 (Cacna2d2) des Cav2.2 Kalziumkanals durch Plastin 3 auf die Reifung und Funktion von Motoneuronen: Erkenntnisse aus 3D Zellkulturtechnjken und der spinalen Muskelatrophie (SMA)“.
Frau Dr. Jablonka erklärt ihr Projekt laiensprachlich wie folgt:
„Die derzeit zugelassenen genetischen SMA-Therapien führen zu einer signifikanten Verlängerung der Lebenserwartung von SMA-Patienten. Die fehlerhafte Neurotransmission, die durch eine
dysregulierte Ca2+-Homöostase verursacht wird, ist jedoch nicht immer – trotz angehobenem SMN Level – behandelbar. Unser Projekt will daher aufklären, welche Moleküle neben dem SMN-Protein daran beteiligt sind. Aus früheren Studien wissen wir, dass der SMA Modifier Plastin 3, ein FAktin-bindendes Protein, einen wichtigen Beitrag zur korrekten Entwicklung und späteren
Funktion von Motoneuronen leistet. Wir wollen zeigen, dass Plastin 3 die Anordnung von spannungsabhängigen Kalziumkanälen (Cav2.1/2) und deren Untereinheit Cacna2d2 verändern
kann und damit die Zellentwicklung und später die Neurotransmission an der motorischen Endplatte verbessert. Am Ende unseres Projektes werden wir genau wissen, ob die Untereinheit
Cacna2d2 des Aktiven Zonen-assoziierten (AZ)-spannungsabhängigen Kalziumkanals Cav2.2 durch Plastin 3 modifiziert werden kann und möglicherweise selbst als „Modifier“ der SMA fungiert.
All dies soll an dreidimensionalen (3D) Motoneuronkulturen, aber auch an nicht-neuronalen Zellen zellbiologisch und elektrophysiologisch untersucht werden. “
Das Projekt wird Anfang 2027 abgeschossen sein.